Aus den Begegnungen und Erfahrungen als Verbandsvorsitzende eines jüdischen und eines muslimischen Landesverbandes entstand der freundschaftliche Wunsch zwischen PD Dr. Peter Waldmann und Imam Mustafa Cimşit, gemeinsam etwas zu einer Verständigung beider Gemeinschaften beizutragen.
Das gemeinsame Ziel ist es, ein neues Verständnis füreinander zu erzeugen, um durch Begegnungen und Wissensvermittlung die Vorbehalte und Vorurteile sowohl auf muslimischer als auch auf jüdischer Seite abzubauen.
Denn nur so – das ist die feste Überzeugung der Gründer – kann ein tolerantes und respektvolles Miteinander von Jüdinnen:Juden und Muslim:innen in der Multikulturalität und Multireligiosität der Bundesrepublik Deutschland gelingen.

Das Maimonides jüdisch-muslimisches Bildungswerk ist eine innovative Institution, in der Juden und Muslime gemeinsam arbeiten und wirken. Das grundlegende Ziel des Bildungswerks ist es, dazu beizutragen, dass Glaubensgemeinschaften einen produktiven Platz im zunehmend multikulturell geprägten demokratischen Rechtsstaat finden können. Die Institution widmet sich jüdisch-muslimischen Perspektiven auf 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland und fördert zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.
Das Team von Maimonides Bildungswerk besteht aus einer vielfältigen Gruppe von Fachleuten aus verschiedenen Berufsfeldern wie Pädagogik, Theologie, Training, Seelsorge, Coaching und Mediation. Diese interdisziplinäre und multikulturelle Zusammensetzung ermöglicht es ihnen, ihre Aufgaben systemisch und intersektional aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und bedarfsgerecht zu arbeiten.

Maimonides bietet ein breites Spektrum an Bildungsprogrammen und interkulturellen Veranstaltungen an. Durch Coachings, Fortbildungsseminare und Workshops strebt das Bildungswerk das Empowerment der Teilnehmenden an. Es kooperiert mit Schulen, Gemeinden und religiösen Institutionen, um das gewünschte Zielpublikum zu erreichen.
Insgesamt leistet das Maimonides jüdisch-muslimische Bildungswerk einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Dialogs zwischen Juden und Muslimen sowie zur Bekämpfung von Vorurteilen und Diskriminierung.
Damit sieht sich das Bildungswerk als nachhaltigen und zukunftsweisenden Impulsgeber für die Verständigung und des Brückenbauens zwischen den Glaubens- und Lebenswelten.
Unsere Ziele
Unser grundlegendes Ziel ist es, dazu beizutragen, dass Glaubensgemeinschaften einen produktiven Platz im zunehmend multikulturell geprägten demokratischen Rechtsstaat finden können.
Wir sind der Überzeugung, dass die gesellschaftlichen Herausforderungen aller Formen der menschlichen Entwürdigung und Verachtung wie Antisemitismus, Islam- und Muslimfeindlichkeit und Rassismus nur gemeinsam bewältigt werden können und dem Missbrauch von Glaube nur durch eine Allianz der Vernunft und des Herzens entgegnet werden kann.
Eine Lösung dieser Problematik sehen wir darin, dass sich Glaubensgemeinschaften mit ihrem Anspruch auf gesellschaftliche und politische Teilhabe in einen Prozess der fachlichen Bildung und Aufklärung begeben.
Dieser Prozess ermöglicht ihnen, sich und ihre Religion sowohl wertschätzend als auch kritisch zu reflektieren und ihre Glaubensüberzeugungen in die Gegenwart zu „übersetzen“.

Wir sind überzeugt, dass dieser Prozess der inhaltlichen Bildung und Aufklärung nur gelingen kann, wenn er nicht von außen verordnet, sondern in den Gruppierungen selbst entwickelt wird.
Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diesen Weg gemeinsam und in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gruppen zu gehen. Mit unseren Projekten, Workshops, Diskussionen und Vorträgen schaffen wir Räume der Begegnung, in denen das Wissen voneinander und das Verständnis füreinander wachsen kann.
Nur gemeinsam, nur wenn Jüdinnen:Juden und Muslim:innen zusammenarbeiten, wird es möglich sein, ein Klima zu schaffen,
in dem Verständnis und Wissen nicht nur gelernt, sondern auch – trotz aller Unterschiede – gelebt werden kann.